PALYA

Nie gestellte Fragen – Ein Interview mit dem Autor

Die Goldinsel, von der in ihrem ersten Band die Rede ist, kennt heute jeder als beliebte Touristenattraktion
des Nantischen Meeres. Hatten Sie selbst einmal die Gelegenheit Payla zu besuchen?

Leider nein! Während einer Kreuzfahrt vor vielen Jahren hätte ich an einem Tagesausflug
dorthin teilnehmen können. Die Burgruine von Sdalte, wenn ich mich recht erinnere, war das
damalige Ziel der Landpartie. Leider war ich zu dem Zeitpunkt aber krank und konnte nicht mit von Bord,
was mich sehr betrübte. Heute reizt mich eine Reise dorthin nicht sonderlich, das liegt wohl daran, dass man
aus der malerischen Insel von einst, den größten Freizeitpark der Welt gemacht hat.

Sie standen also noch nie in einer der Ruinen, in denen ihre fiktiven Helden gelebt haben sollen?

Die Menschen die ich in meiner Geschichte beschreibe sind nicht frei erfunden.
Das will ich betont haben! Bei meinen profunden Nachforschungen, bezüglich der
Geschichte des Königreiches Lotanko, bin ich im Archiv der ehemals königlichen Bibliothek, auf äußerst
detaillierte Schriftstücke gestoßen. Diese schwer zu entziffernde Texte habe ich
in mühsamer Arbeit übersetzt und als Vorlage benutzt.

Um aus Verstaubtem Geld zu machen?

Um unserer Gesellschaft zu zeigen, dass wir aus den Fehlern,
die unsere Vorfahren begangen haben, lernen sollten, um diese nicht ein weiteres Mal zu begehen.

Verleitet ein Roman wie der ihrige nicht aber dazu, dass Menschen
die gesellschaftlichen Realitäten und Probleme einfach ausblenden,
sogar verdrängen? Stichwort Eskapismus.

Zu der damaligen Zeit gab es ebenso viele Konflikte wie heute, da kann ich Sie beruhigen.
Ich versuche bloß so sachlich wie möglich, die Zeit um das Jahr Tausend dem Leser vertraut zu machen.
Alles was ich an stichhaltigen Informationen auftreiben konnte wurde eingebaut und mehr denn je,
sind die damaligen Scherereien heute wieder aktuell.

Sprechen Sie die rezenten Aufstände in manchen Städten an?
Die blinde Gewalt und die Fremdenfeindlichkeit die in erschreckenden Maßen zugenommen haben?

Dazu möchte ich mich nicht äußern!

In welchem Zeitrahmen spielt sich "Payla – Die Goldinsel" genau ab?

Der erste Teil spielt im Jahr 962, der Nachfolger deckt das Jahr 963 ab.
Über diese Jahre, man kann sagen bis ins Jahr 1015, tappten Historiker bislang im Dunkeln.
Aber Dank meiner Recherchen gelangt dieses Wissen nun endlich an die Öffentlichkeit.

Gibt es eine Figur mit der Sie sich besonders identifizieren können?

Mit Renaut, einem Norsaire. Seine Geschichte hat mich am Meisten beeindruckt.
Er war der Sohn eines Bauern und flüchtete als Jugendlicher von zu Hause.
Er nutzte sein Talent als Schauspieler und wurde später auf der Bühne wegen Majestätsbeleidigung
festgenommen. Er stellte seine Entscheidungen die er gefällt hat ständig in Frage und
war auf der Suche nach sich Selbst. Genaueres sollen die Leser
aber selbst über die "Esprit libre" herausfinden.

Wann ist denn der erste Teil fertig?

Ende des Jahres 2009 kann man ihn voraussichtlich erwerben.

Vielen Dank für das Interview!

Gern geschehen!

 

Die fiktiven Fragen stellte Klaus L. Stein.